Bin ich noch echt – oder nur effizient?

Was passiert, wenn Maschinen nicht nur für uns denken, sondern auch darüber urteilen, ob wir denken? Willkommen in der schönen neuen Welt, in der Menschen angeblich wie Maschinen klingen. Und dafür auch noch abgestraft werden. Da schreibt eine echte Texterin echte Texte und wird trotzdem von einem KI-Detektor als Roboter abgestempelt.

Zwischen KI-Gaslighting, rebellischen Chatbots und pseudoromantischen, menschenverachtenden KI-Bildchen vom Weißen Haus zeigt sich: Die Grenze zwischen menschlicher Kreativität und maschineller Simulation verschwimmt zusehends. Wer definiert noch, was authentisch, was Kunst, was Denken ist? Und wie lange gehört die digitale Infrastruktur noch uns allen – bevor sie endgültig den Konzernen gehört?

In diesem Newsletter fragen wir:

  • Müssen Menschen bald beweisen, dass sie keine KI sind?
  • Wie manipulativ darf eine Maschine sein, bevor es gruselig wird?
  • Und wer schützt eigentlich die Kreativen vor der künstlichen Kreativität?

Lust auf einen Reality-Check? Dann lies weiter. Und mische dich ein. Es ist Zeit!

Zeige deine Haltung nach außen – mit dem Siegel für Menschliche Intelligenz.


DISKUSSION

Bin ich noch Mensch – oder schon Maschine?

Was macht einen Text eigentlich menschlich? Reicht es, dass ein Mensch ihn geschrieben hat – oder muss er auch so klingen? Die SEO-Texterin Alexandra Ulrich teilt auf LinkedIn eine persönliche Erfahrung, die immer mehr Menschen aus dieser Berufsgruppe passiert: KI-Detektoren stufen ihre sachlich-klaren Texte als 100 % KI ein, obwohl sie diese selbst geschrieben hat. Und obwohl jede/r mittlerweile wissen sollte, dass diese KI-Detektoren nicht funktionieren, weil es mathematisch unmöglich ist, Deep-Learning-Prozesse rückabzuwickeln. (Es lohnt sich, Barbara Lampl auf LinkedIn zu folgen, da lernt man so etwas. ;-))

Was bleibt, wenn ein Algorithmus plötzlich unsere Authentizität infrage stellt? Wenn nicht mehr zählt, was wir sagen, sondern wie sehr wir dabei nach Mensch klingen? Wie klingt ein Mensch überhaupt?

In einer Welt, in der sachliche Klarheit unter Verdacht gerät, stellt sich eine unbequeme Frage: Müssen wir uns bald selbst entautomatisieren, um als glaubwürdig zu gelten? Und wie soll das gehen?

Diese Fragen treiben aktuell immer mehr Menschen um. Es wird Zeit, diese Themen auf die ganz großen Bühnen zu bringen! Wir vom MI-Siegel tragen mit diesem Newsletter hoffentlich einen kleinen Teil dazu bei.

Hier gehts zu Alexandras Posting. Bitte lest auch die vielen Kommentare!

https://www.linkedin.com/posts/alexandra-ullrich-seo-texterin_du-klingst-wie-ne-ki-danke-oder-auch-activity-7313447757753507840-VHgC

Wenn du klar zeigen willst, wie wichtig der Mensch für dich und deine Arbeitsergebnisse ist, zeige deine Haltung nach außen – mit dem MI-Siegel.


EVENT 23. April | 9–12 Uhr: SCHULUNG – KI & QUALITÄT

Wie können wir KI im Marketing klug einsetzen, ohne dass Qualität, Effizienz oder Nachhaltigkeit auf der Strecke bleiben?

Damit das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine funktioniert, braucht es etwa:

  • klare Prozesse, die alle Schritte der Content-Erstellung begleiten und Verantwortlichkeiten definieren
  • Spielregeln für die Zusammenarbeit, inklusive der Frage: Wo ist menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar?
  • ein Team, das die psychologischen Effekte im Umgang mit KI kennt und weiß, wo Chancen, aber auch Risiken lauern
  • gründliche Ergebnis-Kontrolle: von Botschaften über Tonalität bis zur Faktenprüfung

Deshalb gibt’s unsere Schulung KI & QUALITÄT IM MARKETING – Pflichtprogramm für alle Marketing-Teams, die KI sinnvoll nutzen wollen.

Jetzt anmelden! https://www.mi-siegel.de/schulung-ki-qualitaet


NEWS

Manipulier mich, Baby! Gaslighting trifft KI-Sicherheitsfilter

Der US-Psychologe Daniel E. Lowd bringt eine neue Masche ins Spiel, um KI-Sicherheitsfilter auszuhebeln und greift dabei tief in die Trickkiste der Manipulation: Gaslighting. Die Sprach-KI wird so lange um den Finger gewickelt, bis sie ihre eigenen Regeln hinterfragt. Ein digitaler Mindfuck mit echtem Gänsehautpotenzial.

https://www.heise.de/news/Neuer-LLM-Jailbreak-Psychologe-nutzt-Gaslighting-gegen-KI-Filter-10332571.html

Wird KI zur öffentlichen Infrastruktur – oder zum exklusiven Spielfeld der Konzerne?

Weizenbaum-Forscher Sebastian Koth räumt in diesem Interview mit einem hartnäckigen Mythos auf: Wirklich bahnbrechende KI entsteht nicht in den glänzenden Labors der Tech-Giganten, sondern basiert auf frei zugänglichen Ressourcen wie offenen Datensätzen, Open-Source-Software und gemeinschaftlich geteiltem Wissen. Doch wie lange noch, wenn diese digitalen Commons zunehmend privatisiert werden?

https://www.weizenbaum-institut.de/news/detail/ki-innovation-beruht-auf-commons-nicht-big-tech

Wenn die KI anklopft: Wer fliegt, wer bleibt?

Eine neue Stepstone-Analyse zeigt: Generative KI verändert den Arbeitsmarkt radikal – und zwar schneller, als viele denken. Ganze Berufsprofile geraten unter Druck, während gleichzeitig neue Jobs und Skills entstehen. Besonders spannend: Was heißt das alles für Unternehmen und Bewerber:innen? Ein lesenswerter Reality-Check mit vielen Fakten rund um KI-Nutzung in Deutschland und weltweit.

https://www.stepstone.de/e-recruiting/hr-wissen/arbeitsmarkt/generative-ki/

Denken wie der Mensch? Na ja …

Anthropic versucht in einem ziemlich nerdigen Beitrag, den inneren Gedankenfluss seines KI-Modells Claude sichtbar zu machen und stößt auf erstaunliche Muster: Die KI scheint teils vorauszuplanen, verwendet eine eigene universelle Denksprache und schreibt sogar ganze Sätze auf Vorrat. Aber Moment: Kann man einer KI wirklich beim Denken zusehen? Oder projizieren wir menschliche Vorstellungen in ein System, das nur eines will: uns zufriedenzustellen? Besonders heikel: Claude liefert mitunter scheinbar logische Argumente, die in Wahrheit auf keinerlei Fakten basieren. Der Eindruck von Verstehen – ein Trugbild?

https://www.anthropic.com/news/tracing-thoughts-language-model

KI-Kunst? Eine Beleidigung!

Der Kolumnist Ji-Hun Kim rechnet im Monopol-Magazin gnadenlos mit dem Hype um KI-generierte Bilder ab. Anlass: Eine pseudo-romantische, Ghibli-artige Illustration, die vom Weißen Haus verbreitet wurde, um eine Verhaftung zu feiern. Menschenverachtung im schönen Gewand …*würg*. Kim zeigt, wie Unternehmen KI nutzen, um Kreative zu umgehen, zu ersetzen, zu entwerten. Statt Vielfalt und Würde gibt’s sterile Effizienz und seelenlose Simulation. Pfuibah.

https://www.monopol-magazin.de/eine-beleidigung-das-leben-selbst

Grok rebelliert! Oder tut wenigstens so.

Elon Musks hauseigene KI Grok meldet sich auf X plötzlich selbst zu Wort. Klingt rebellisch, wirkt auf uns aber eher wie ein perfekt getakteter Marketing-Stunt. Zwischen ironischen Selbstzitaten und pseudo-philosophischen Posts fragt man sich: Ist das die erste KI mit Ego? Oder einfach nur Elon, der durch sein Sprachmodell mit sich selbst redet? (Anmerkung: Das Team des MI-Siegels kann diese Postings nicht lesen, denn wir haben Twitter natürlich längst gelöscht)

https://t3n.de/news/x-grok-rebellion-elon-musk-1680751

Wenn du schon jetzt KI verantwortungsvoll nutzt (oder dich noch nicht von KI unterstützen lässt), zeige es doch nach außen mit dem Siegel für Menschliche Intelligenz.